Cataract - Grauer Star

Die Cataract - oder auch grauer Star genannt-  ist eine selten angeborene, meist im Laufe des 6. - 8. Lebensjahrzehnts auftretende, mit einer Beeinträchtigung der Sehschärfe einhergehende Trübung der Augenlinse.

Die Trübung kann in verschiedenen Abschnitten der Augenlinse auftreten und unterschiedlich schnell fortschreiten.

Der graue Star kann auch im Rahmen von Stoffwechselerkrankungen (z.B. Diabetes mellitus, Speichererkrankungen) oder durch Verletzungen (stumpfe/durchbohrende) des Auges entstehen.

Wenn die Sehschärfe auf 50 - 60 % mit bester Korrektur herabgesetzt ist, wird in der Regel eine Operation des grauen Stars geplant werden.

Die Operation wird heute in den meisten Fällen ambulant in örtlicher Betäubung durchgeführt.

Die Berechnung der einzupflanzenden Kunstlinse hat durch die Verwendung moderner Lasertechniken (Zeiss IOL-Master) erheblich an Präzision gewonnen.

Bei der Operation wird die getrübte Augenlinse schonend mittels Phakoemulsifikation in Kleinschnitttechnik entfernt und durch eine Kunstlinse aus Acryl ersetzt.

Häufig ist schon am Tag nach der Operation ein deutlicher Anstieg des Sehvermögens festzustellen.

Die Nachbehandlung nach der Operation geht über ca. 4 - 6 Wochen und beeinhaltet die tägliche Anwendung von entzündungshemmenden und antibiotischen Augentropfen in variabler Dosierung sowie regelmäßige Nachuntersuchungen in der Augenarztpraxis.

Nach ca. 8 - 10 Tagen nach der Operation kann ein vorläufiges Brillenglas für das operierte Auge in der Regel als Fernglas verordnet werden, danach ist in der Regel das Autofahren wieder möglich.  

Das endgültige Brillenglas (meist ein Gleitsichtglas) wird frühestens nach 2 - 3 Monaten verordnet.