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Sauerstofftherapie mit ionisiertem O²

Die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie (SMT) nach Prof. Dr. Manfred von Ardenne ist ein ganzheitliches Therapiekonzept, welches sich nicht nur auf ein Organsystem bezieht, sondern auf den ganzen Körper.

Sie basiert auf der Annahme, dass sowohl einer Durchblutungsstörung als auch Sauerstoff- mangelzuständen mit einer Anhebung des Sauerstoffpartialdruckes durch Inhalation zu begegnen sei. v. Ardenne stützt seine Therapieform auf ein großes Experiment, in dem er einen Zusammenhang zwischen dem abnehmenden Sauerstoffpartialdruck und dem höheren biologischen Alter herstellt.

Die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie kombiniert die ambulante Sauerstoffinhalation mit körperlicher Bewegung unter Einnahme von Vitalstoffen (Mikronährstoffe).

Die Behandlung erfolgt in drei Schritten:

  • Täglich werden Vitalstoffe (Mikronährstoffe) – die lebensnotwendigen Bausteine des Körpers –, wie beispielsweise Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, die die Sauerstoffverwertung des Körpers verbessern, eingenommen.
  • Abhängig vom Bedarf des Organismus werden täglich Sauerstoffinhalationen durchgeführt. Hierbei wird ionisierter, veredelter Sauerstoff angewendet, der um ein vielfaches wertvoller ist als der „normale“ Sauerstoff.
  • Täglich findet ein speziell angepasstes Bewegungstraining statt.

Das Verfahren

Die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie (SMT) ist in Stufen aufgebaut und kann individuell variiert werden. In der Regel erfolgt die Behandlung in drei Schritten. Im Folgenden werden zwei verschiedene Abläufe der SMT dargestellt:

Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie mit ionisiertem Sauerstoff:

  • I – Prämedikation mit Mikronährstoffen (z. B. Vitamin B1, Vitamin C, Magnesium, Zink); es wird auch Natriumpangamat, ein Kalium-Eisen-Phosphat-Citrat Komplex und auch Koffein in Form von Kaffee verschrieben.
  • II – Die Sauerstoffinhalation erfolgt über eine Nasensonde oder eine Sauerstoffmaske ca. 30 Minuten nach der Prämedikation ca. 20 Min. lang. Der Sauerstoff (ca. 4 Liter/Minute) ist durch Ionisierung veredelt.
  •  III – Durch Bewegungstraining wird im Anschluss die Gewebedurchblutung erhöht. Dies geschieht entweder durch leichte Belastung bzw. kleine Bewegungsübungen während der Inhalation oder danach durch kleine Spaziergänge.

Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie unter Belastung:

Bei dieser Variante wird der Patient Belastung ausgesetzt, indem er auf dem Fahrrad-Ergometer Leistung erbringt (ca. 20-40 Watt). Die Menge der Sauerstoffinhalation wird der Leistung entsprechend erhöht. Durch das körperliche Training wird die Durchblutung von Herz, Lunge und Muskulatur verbessert, der Puls sollte maximal 180 minus Lebensalter betragen.
Diese Therapieform muss an die Grunderkrankungen sowie Herzkreislaufleistung, Durchblutung der Koronargefäße und eventuelle Gelenkerkrankungen angepasst werden und sollte unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.

Zur der Therapie gehört auch der Einsatz der täglichen Bewegung in den Alltag. Ein Behandlungs-zyklus dauert meist ca. 3 Wochen mit ungefähr 2-3 Sitzungen pro Woche. Dann wird ein halbes Jahr pausiert und im Anschluss wird die Behandlung wiederholt. Bei Tumorpatienten wird die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie durch eine Immunstimulation, meist in Form einer Misteltherapie, ergänzt.

In der Regel hat die Behandlung keine Nebenwirkungen. Gelegentlich kann die plötzliche Aufnahme von konzentriertem Sauerstoff zu Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit oder Erbrechen führen.

Indikationen:

  • koronare, periphere oder zerebrale Durchblutungsstörungen – z. B. Angina pectoris, Claudicatio intermittens 
  • komplementäre Therapie bei Tumorerkrankungen
  • Leistungssteigerung in der Sportmedizin
  • Niereninsuffizienz im Stadium der kompensierten Retention
  • präoperative Behandlung
  • Revitalisierung geriatrischer Patienten
  • Restriktive Lungenerkrankungen – bei einer restriktiven Lungenerkrankung wie z. B. der Lungenfibrose
  • Obstruktive Lungenerkrankungen (z. B. COPD)
  • Stoffwechselstörungen – begleitend bei Diabetes mellitus, Hyperlipidämie und Hyperurikämie
  • Tinnitus
  • Maculadegeneration

Kontraindikationen:

  • akute allergische Reaktionen
  • Epilepsie
  • nicht kompensierte Herzinsuffizienz
  • Herzrhythmusstörungen
  • Hyperthyreose 
  • respiratorische Globalinsuffizienz 
  • therapieresistenter Hypertonus

Benefit

Die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie dient nicht nur der Bekämpfung, sondern auch der Vorbeugung von Krankheiten. Sie kann helfen, Stress abzubauen und dessen negative Langzeitfolgen zu verhindern.

Regelmäßige Anwendungen können zu einer über Monate anhaltenden Verbesserung Ihres Energie- und Sauerstoffhaushaltes, somit zu einer Steigerung Ihres Wohlbefindens und Ihrer Lebensqualität, führen.