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Liposomales Augenspray

Die Behandlung des trockenen Auges stellt heute in allen Augenarztpraxen ein häufiges Problem dar.

Ca. 20 % aller Patienten einer Augenarztpraxis haben auch ein Problem i.S. einer Benetzungsstörung.

Es gibt vielfältige Ursachen einer Benetzungsstörung, wie z.B. Beschwerden durch hormonelle Umstellung in den Wechseljahren, Medikamente, Arbeit in Räumen mit Klimaanlagen oder Reinraumklimatisierung, zu geringe Raumfeuchtigkeit oder zu geringe Tagestrinkmenge.

Mehr als 2/3 aller Sicca-Patienten sind Frauen, sehr oft wird bei genauem Befragen ein sehr geringe Tagestrinkmenge von z.T. < 1 Liter Flüssigkeit/Tag angegeben.

Wir empfehlen im Allgemeinen bei Fehlen einer Kontraindikation (z.B. Herzleistungsschwäche) eine Tagestrinkmenge von ca. zwei Liter Flüssigkeit/Tag, nicht zuviel Kaffee, nicht zuviel kohlensäurehaltige oder zuckerhaltige Getränke.

Man unterscheidet mehrere Formen des trockenen Auges oder besser der Benetzungsstörung, diese können mit einem Mangel oder einem Mißverhältnis der einzelnen Komponenten des Tränenfilms korreliert werden.

Bei einem Mangel der wässrigen Phase des Tränenfilms wird man neben den oben geschilderten Maßnahmen zunächst einen Filmbildner wie z.B. Povidon o.ä. einsetzen

Bei einem Mangel an wässriger Phase und Muzin kommen mehr oder weniger visköse Substanzen wie Hyaluronsäure, ggf. in Kombination mit Dexpanthenol oder Heparin in unterschiedlicher Konzentration zum Einsatz.

Beim Beschwerdebild des tränenden Auges liegt häufig eine Störung der Lipidphase des Tränenfilms vor, die Störungen können aber durchaus nicht nur isoliert sondern auch kombiniert auftreten. In diesen Fällen kann man z.B. Carbomer zur Stabilisierung der Lipidphase, vorzugsweise wie alle Tränenersatzmittel in unkonservierter Form einsetzen.

Eine neuere Form der Behandlung ist der Einsatz eines sogenannten liposomalen Augensprays, das 3 - 4 x/Tag in Form eines Sprühstosses von außen auf das geschlossene Lid aufgebracht wird. Es kommt durch die liposomalen Fettkügelchen zu einer Einfettung und damit Stabilisierung des Tränenfims im Bereich der Unterlidkante, was eine deutliche Reduktion des Tränenträufelns bewirken kann.