Diese Webseite verwendet Cookies. So können wir Ihnen das bestmögliche Nutzererlebnis bieten. Weitere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung.

 

Hornhautdickenbestimmung (Pachymetrie)

Die Bestimmung der Hornhautdicke ist eine wichtige Information bei erhöhtem Augendruck (okuläre Hypertension) und/oder Glaukom. Bei der heute immer noch als Goldstandard geltenden Messung mit dem Applanationstonometer nach GOLDMANN hat man eine sehr gute Meßgenauigkeit bei normaler zentraler Hornhautdicke. Weicht die zentrale Hornhautdicke aber wesentlich von der Norm ab, so entstehen nicht unerhebliche Meßfehler.

Die durchschnittliche zentrale Hornhautdicke liegt bei ca. 550 µm = 0,550 mm. Ist die Hornhautmitte deutlich dicker, so mißt man einen höheren Druck als tatsächlich vorhanden, bei einer dünnen Hornhaut mißt man einen zu niedrigen Druck, was Arzt und Patient in falsche Sicherheit wiegen kann.

Nach der Dresdner Korrekturformel ist für eine Abweichung von der durchschnittlichen Hornhautdicke von jeweils 25 µm 1 mm HG vom gemessenen Druckwert abzuziehen und umgekehrt.

Beispiel: Meßwert Augeninnendruck: 24 mm HG, zentrale Hornhautdicke: 625 µm, Korrekturwert: -3 mm HG, Tatsächlicher Augeninnendruck: 21 mm HG.

Daher sollte im Rahmen jeder Glaukomdiagnostik die Hornhautdicke bestimmt werden, um Meßfehler ausschließen zu können.

 

Benefit

Die Messung der zentralen Hornhautdicke im Rahmen der Glaukomdiagnostik bei erhöhten Augeninnendrucken gestattet den Ausschluß von Meßfehlern der Höhe des Augeninnendrucks durch Abweichungen von der durchschnittlichen zentralen Hornhautdicke.