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Objektive Refraktionsbestimmung (mit und ohne Cycloplegie)

Die objektive Refraktionsbestimmung wird durchgeführt, um die Brechkraft des Auges ohne Beeinflussung durch Naheinstellung zu bestimmen.

Beim älteren Erwachsenen ist hierfür in der Regel keine medikamentöse zeitweilige Lähmung des Ziliarmuskels erforderlich. Die Messung erfolgt heute überwiegend automatisiert und ist die Grund- lage der folgenden subjektiven Brillenglasbestimmung, die nach beidäugiger Bestimmung und binokularem Abgleich in der Brillenverordnung mündet.

Bei Kindern, Jugendlichen, jüngeren Erwachsenen oder bei der Abklärung unklarer Beschwerden ist es häufig erforderlich, eine objektive Refraktionsbestimmung mit Cycloplegie, d.h. mit zeitweiliger medikamentöser Lähmung des Ziliarmuskels, durchzuführen. Hierzu werden mehrfach in definierten, zeitlichen Abständen z.B. Zyklolat AT in beide Augen getropft und dann nach Ablauf von 30 Minuten die Messung durchgeführt. Bei sachgerechter Durchführung und guter Mitarbeit des Probanden können dann die exakten Werte der aktuellen Refraktion ermittelt und nach entsprechender Korrektur verordnet werden.

Der Vorteil der Methodik liegt im Ausschluß von Meßfehlern und der damit verbundenen Gefahr einer Fehlverordnung u/o. Unverträglichkeit der Brille.

Der Nachteil liegt im hohen zeitlichen und personellen Aufwand sowie der Reduktion des Sehvermögens des Probanden durch die kollaterale Pupillenerweiterung für etliche Stunden.

Benefit

Bei Erstverordnungen von Kinderbrillen, bei Schielkindern und bei unklaren Beschwerden z.B. Kopfschmerzen, ist die objektive Refraktion mit Cycloplegie die obligate Methode zur Erlangung der tatsächlichen aktuellen Refraktionswerte, der Vermeidung von Fehlverordnungen und nicht selten der Schlüssel zur Beschwerdefreiheit.